Johannes Baier fliegt erstmals in dieser Saison eine Wertung über 100 km/h
Segelfliegen. Die zweite Runde der Segelflug-Bundesliga endete für die Bayreuther mit einem positiv überraschten Blick auf die Tabelle: Ein siebter Rundenplatz spült die LSG in der 1. Bundesliga auf Tabellenplatz sechs, in der Weltliga stehen die Bayreuther nun ebenfalls in den Top Ten.
Jürgen Schuster probierte es als einziger bereits am Samstag, allerdings von seinem Wohnort Ansbach aus. Wie schon in der Woche zuvor legte er es auf eine Umrundung des Anflugsektors des Nürnberger Flughafens an, dieses Mal allerdings nach Norden bis in den Thüringer Wald gestreckt. Seine erste Wende lag entsprechend knapp westlich von Suhl, wo auch die Wertung seiner schnellsten zwei Stunden einsetzt. Von dort ging es schnurstracks ins Fichtelgebirge. Vorbei am Ochsenkopf und an Weiden flog er weiter bis Cham und schließlich über das Fränkische Seenland heim nach Ansbach. 96,6 km/h standen am Ende für ihn in der Wertung.
Georg Baier ist aktuell auf einem Einzelpiloten-Wettbewerb beim oberbayerischen Erstliga-Konkurrenten Königsdorf. Sein dortiger Wertungsflug vom Sonntag führte ihn in die Alpen, zunächst entlang der deutsch-österreichischen Grenze bis in die Loferer Steinberge und zurück vorbei am Wilden Kaiser, Kufstein und dem Staffelsee. 91,32 km/h lautete am Ende die Liga-Wertung als Nebenprodukt dieser Wettbewerbsaufgabe.
In Bayreuth gestartet ist aus dem gewerteten Trio somit nur Georgs Bruder Johannes Baier. Am Samstag noch als Fluglehrer gebunden, sorgte er am Sonntag für die erste 100-km/h-Wertung der Saison. Auch er folgte dem Gebirgszug des Frankenwaldes, allerdings viel kleinräumiger. Von Bayreuth ging es nach Sonneberg, dann nach Südosten bis Erbendorf, noch einmal bis Coburg und wieder heim. 103,11 km/h waren das Ergebnis.
In Summe kam die LSG damit auf 291,03 km/h. Während Rundensieger AC Lichtenfels mit 336,12 km/h gezeigt hat, was vor allem am Sonntag aus dem Raum Thüringer Wald / Frankenwald / Fichtelgebirge noch herauszuholen war (Jan Kretzschmar mit einer Wertung von über 130 km/h), gingen die weiteren Plätze in den Schwarzwald, nach Königsdorf und auf die Schwäbische Alb. Straubing war als Rundensechster etwa einen km/h schneller als Bayreuth, doch auf Rang sieben folgt bereits die LSG und erhält dafür 14 Wertungspunkte. Nach dem elften Rang der Vorwoche steht Bayreuth damit nun auf Tabellenplatz sechs.
In der World League reichen die 291 km/h für einen zwölften Rundenplatz. Rundensieger ist hier der Serienweltmeister Minden Soaring Club aus Nevada, USA mit 438,94 km/h. Es folgen Moriarty Soaring (New Mexico, USA) mit ebenfalls über 400 km/h, Tucson, Arizona (365 km/h) und Lichtenfels, Bayern. In der Tabelle reicht es für Minden damit noch nicht für den Stammplatz an der Spitze, dort steht zunächst Tucson, vor dem LSV Schwarzwald und dem SFZ Königsdorf. Erst dann folgt Minden. Bayreuth gelingt der Sprung auf Platz 10.
