Erneut nur ein Bayreuther Flug für die Bundesliga

Minden (Nevada) erneut Weltliga-Meister

Segelfliegen. Wie schon in der Vorwoche konnte die Luftsportgemeinschaft nur einen Flug für die Segelflug-Bundesliga melden: Georg Baier erreicht mit einem Flug Richtung Vogtland 79,23 km/h. Damit verliert die LSG zwei Tabellenplätze.

Die Urlaubszeit aber auch die nicht überragenden Aussichten machen es der Luftsportgemeinschaft aktuell schwer. Das betrifft sowohl die meteorologischen Aussichten als auch die sportlichen: Während die anhaltende Warmluftlage die Aufwindbildung zum Glücksspiel macht, gibt es drei Runden vor Schluss keine Aussicht auf eine vordere Tabellenplatzierung. Umgekehrt ist der Klassenerhalt für den Wiederaufstieger seit letzter Woche auch mathematisch gesichert. Eigentlich darf ab jetzt die Freude am Fliegen im Vordergrund stehen.

Georg Baier gehört zu den Menschen, die diese Freude am liebsten jeden Tag auskosten würden. Daher ließ er sich von den nicht allzu überragenden Wetterprognosen nicht abschrecken. Doch auch er musste am Samstag bis zwanzig nach drei warten, bis ein Start zu einem Streckensegelflug möglich war. Konsequent steuerte er sein Flugzeug nach Nordosten. Über die Westspitze Tschechiens hinweg hielt er diesen Kurs bis in den Bereich des vogtländischen Oelsnitz. Angesichts der schon fortgeschrittenen Zeit machte er sich um viertel nach vier direkt auf den Heimweg nach Bayreuth. Laut GPS-Aufzeichnung ging sein Flugweg dabei exakt über das Dreiländereck Tschechien / Bayern / Sachsen. Das Wertungsportal errechnete schließlich 79,23 km/h für die besten zwei Stunden dieses Fluges als Liga-Wertung.

Sonntag war die Warmluftlage ausgeprägter und nur sehr vereinzelte Luftblasen lösten sich vom Boden. Baier probierte es nochmals als Copilot von Johanna Hausmann im frisch lackierten Vereinsdoppelsitzer. Doch nach drei Starts gaben die beiden auf. Auch die anderen LSG-Piloten am Start kamen nicht über den Nahbereich des Flugplatzes hinaus.

Damit blieb es bei 79,23 km/h als Wertung der LSG in Runde 15. In der 1. Bundesliga reichte das gerade einmal für einen 21. Rundenplatz mit einem Punkt. Es blieb ein schwacher Trost, dass auch mehrere andere nordbayerische Vereine nur einen oder zwei Piloten in die Luft brachten. Bayreuth verliert damit zwei Tabellenplätze und ist nun zwölfter von 30.

Der Rundensieg ging zum zweiten Mal in Folge an die SFG Donauwörth-Monheim mit 355,93 km/h. Das bestätigte sehr deutlich die Einschätzung der Wetterberichte, dass die Luftmasse in Südbayern wesentlich aktiver war. Mit dem zweiten Rundenplatz versuchte der Tabellenzweite FLG Dettingen/Teck erkennbar noch nach dem Meistertitel zu greifen, doch Rundenplatz drei für Tabellenführer LSV Schwarzwald sorgte dafür, dass die Dettinger nur einen Punkt näher heran kamen. 9 Punkte Abstand lassen das Rennen aber durchaus noch offen.

In der World League ist die Entscheidung dagegen gefallen: Der Minden Soaring Club aus Nevada, USA, konnte sich mit dem bislang zwölften Rundensieg (436,56 km/h) den siebten Weltliga-Gesamtsieg in Folge sichern. Rundenplatz 162 für Bayreuth ist dagegen nur eine Randnotiz, immerhin verliert die LSG nur einen Platz und steht zwei Runden vor Schluss auf Rang 17 von 529.