Georg Baier mit weiterer Einzelleistung

Wieder nur eine Bundesliga-Wertung

Segelfliegen. Die dritte Woche in Folge konnte die LSG Bayreuth nur einen Flug für die Bundesliga einreichen: Erneut ist es Georg Baier, der wenisgtens diese Minimalleistung sicher gestellt hat. Trotzdem bleibt die LSG in der vorderen Tabellenhälfte und klettert in der Weltliga sogar wieder einen Platz nach oben auf den 16. Rang, dank einer Nullrunde der Nachbarn aus Lichtenfels.

Dabei tat sich Baier gar nicht so schwer: Etwa drei Minuten nach seinem Start am Samstag fand er direkt über dem Flugplatz einen Aufwind, der ihn von 310 m auf 1970 m Höhe über dem Flugplatz brachte. Somit konnte er um kurz vor drei seinen Streckenflug mit viel Luft unter den Tragflächen beginnen. Seinen Kurs setzte er zunächst nach Norden, quer über den Frankenwald hinweg und an der Bleilochtalsperre vorbei. Erst am Tal der Orl, ca. 20 km südlich von Jena, wechselte er auf einen Westkurs, um kurz vor Rudolstadt den nördlichen Ausläufern von Thüringer bzw. Frankenwald ein kurzes Stück wieder Richtung Südosten zu folgen. Kurz hinter der sächsischen Landesgrenze machte er sich dann wieder auf den Heimweg nach Bayreuth.

98,24 km/h standen am Ende für ihn in der Liga-Wertung. Da insgesamt nur 21 der 30 Erstliga-Vereine überhaupt eine Wertung eingereicht haben, reicht das noch für den 18. Platz und 3 Punkte. Damit verliert die LSG nur einen Tabellenplatz und ist jetzt 13.

Rundensieger wurde der FSC Odenwald Walldürn, der sich damit als Tabellendritter noch eine Chance auf den Titel in der letzten Runde gewahrt hat. Die Odenwälder müssten aber 10 Punkte auf den neuen Tabellenführer Dettingen/Teck wettmachen. Die Schwaben stehen nun punktgleich mit dem LSV Schwarzwald vorne, haben aber die höhere Geschwindigkeitssumme. Beste Voraussetzungen für ein spannendes Ligafinale nächste Woche.

In der Weltliga ist das Rennen bereits gelaufen, trotzdem sicherte sich Seriensieger Minden Soaring Club aus Nevada (USA) mit 433,75 km/h erneut einen Rundensieg. Der LSG ist immerhin das Kunststück gelungen mit der Minimalleistung von Baier sogar noch einen Rang zuzulegen. Bereits seit drei Wochen lag die LSG genau einen Punkt hinter Lichtenfels. Da die Lichtenfelser diese Woche allerdings gar keinen Flug eingereicht haben und der 89. Rundenplatz zumindest einen Trostpunkt für die LSG ergab, stehen Lichtenfels und Bayreuth nun punktgleich – Bayreuth hat aber die höhere Geschwindigkeitssumme und tauscht daher mit Lichtenfels die Tabellenplätze. Ein 16. Tabellenplatz von nunmehr 534 Weltliga-Vereinen lässt die Bayreuther vor der letzten Runde dann doch ein bisschen versöhnlich auf den bisherigen Saisonverlauf blicken.